#team.breuninger auf der OOP in München

Anfang Februar fand die inzwischen 27. OOP Konferenz für Softwarearchitektur in München statt. Vier Kollegen aus den Entwicklungsteams der Breuninger Multichannel Plattform hatten die Möglichkeit daran teilzunehmen und drei Tage Zeit, sich mit den neuesten Trends, hands-on Workshops und spannenden Talks zu beschäftigen. Hier der Tatsachenbericht unserer „OOPler“:

In Summe war die Konferenz sehr abwechslungsreich und gut organisiert. Die Themen reichten von modernen Architekturen über Projektmanagement, Infrastruktur, DevOps und Security bis hin zu Softwareentwicklung, Kommunikation und Social-Skills-Workshops.

 

 

Silvana (Data Scientist), Sarah (Full Stack Developer) und Bene (Lead Architect)
Es fehlt leider: Steffi (Product Manager Verstehen)

Montags wurden auf der OOP verschiedene Halb- und Ganztagesworkshops zu Themen wie Domain Driven Design, IoT, Design Thinking oder Programmierung mit R.

Bene und Sarah nahmen beide an dem Termin „Vertikale Organisation“ teil, oder wie Sarah danach meinte „Murmelbahnbauen für Fortgeschrittene“. In dem Workshop konnten alle 83 Teilnehmer am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, in vertikalisierten Teams zu arbeiten – ein Organisationsmuster, das auch bei Breuninger tagtäglich im Bereich der Plattformentwicklung gelebt wird. Vertikalisierung bedeutet, dass das Prinzip der losen Kopplung auf Entwicklungsteams übertragen wird und somit unabhängige, cross-funktionale Teams, die für eine klar abgrenzbare fachliche Domäne verantwortlich sind, entstehen. Nach einem kurzweiligen und informativen Vortag zum Thema ging es dann direkt an die Umsetzung des Gelernten – und was wäre hierzu angemessener als ein professionelles 大理石 輸送 (Dairiseki-Yusō, auf gut Deutsch: eine Murmelbahn) zu bauen?

Aus der Menge der Teilnehmer wurden zwei Beobachter und zwei „Kunden“ ausgewählt, der Rest teilte sich in zwei Firmen auf. Ziel des Spieles war es, mit der eigenen Firma im Vergleich zum Wettbewerb zu bestehen und nach vier Iterationen die Kunden mit einem Prototyp derart zu überzeugen, dass sie mit der eigenen Firma weiterarbeiten wollen.

Innerhalb jeder Firma wurden dann Vertikalen gebildet, die so klangvolle Namen wie „Einlauf“, „Auslauf“, „Strecke“ und „Zählwerk“ erhielten. Zudem wählte jede Firma zwei Manager. In den nächsten Stunden wurde nun in diesen Teams dreieinhalb agile Sprints durchgeführt – ein „Nullsprint“, ohne Retrospektive und drei volle Sprints, bestehend aus 10min Retro, 20min Entwicklung und 10min Deployment-Phase. Die Abstimmung der Vertikalen untereinander erfolgte über einen Architekten pro Vertikale. Des Weiteren sorgte je ein „Produkti“ pro Vertikale dafür, dass die Kundenwünsche ins Team getragen wurden und ein „Agilist“ behielt die Umsetzung der agilen Konzepte im Blick. Ein absolutes Highlight der Bauphase war definitiv, als der Kunde plötzlich ausrief, dass das Deployment des Dairiseki-Yusō ab jetzt doch bitte in der Cloud (aka dem Foyer vor dem Konferenzsaal) stattfinden solle – so hatten nach kurzem Chaos nicht nur die Teilnehmer des Vertikalisierungsworkshops, sondern auch alle anderen Konferenzbesucher etwas zu lachen. Zudem wurde so nochmals die Realitätsnähe des Workshops herausgestellt 😉

 

 

Am Ende des Tages fiel dem Kunden die Entscheidung sehr schwer, da beide Teams ganz unterschiedliche Ideen und Ansätze verfolgt hatten und wirklich beeindruckende Ergebnisse mit einer Streckenlänge von bis zu 14 Metern und jeder Menge kleiner Gags und Features eingebaut hatten, welche sie auch sehr gut präsentierten.

Währenddessen besuchte Silvana vormittags den Workshop zum Thema „User Centric Innovation“, in dem das Konzept des Design Thinking ebenfalls in Theorie und Praxis erprobt wurde. Am Beispiel des Problems „Parkplatznot in Innenstädten“ arbeiteten sich fünf Teams à 5-6 Teilnehmern durch die Phasen Verstehen, Definieren, Ideation, Bauen und Testen. Das klare Ergebnis von Silvanas Team war, dass die Lösung praktisch „in der Luft liegt“ – nämlich Parkplätze auf Dächern, auf die die Fahrzeuge per Flug-Drohne gebracht werden.
Am Nachmittag nahm sie am „Quickstart R“ Workshop teil, in dem jeder Teilnehmer begleitend zum Vortrag und interaktiv ein Tutorial durcharbeitete.

Der Tag endete mit einer gemeinsamen Keynote zum Thema „How to make Things happen: The Art of Project Management“, deren Kernaussage auf dem folgenden Bild dargestellt wird.

„Be tenacious (without being a pest), knowledgeable (without being a smarty pants) and well-informed (without being a know it all) to make things happen!“

Die folgenden Tage auf der OOP waren nach dieser „Aufregung“ gefüllt mit diversen Talks im Rahmen des Konferenzprogramms und der parallel stattfindenden Fachtage. In den vielen wohl platzierter Kaffeepausen stand genug Zeit zur Verfügung, um sich mit anderen Konferenzteilnehmern auszutauschen sowie den bunten Expo Bereich zu erkunden, in dem sich viele Firmen aus dem Software- und Beratungsbereich vorstellten.

Ein klares Highlight für alle war die Keynote, die Jez Humble von ThoughtWorks am Dienstag zum Thema „Growing a Culture of Experimentation“ gab. Er sprach darüber, was erfolgreiche Teams ausmacht und wie selbst große Unternehmen eine „culture of experimentation” schaffen können (und sollen!). Eine solche Kultur fördert das Ausprobieren und Gehen neuer Wege und auch die damit verbundenen Fehlschläge, ohne dass diese abgestraft werden. Somit kann das volle Potential und die Kreativität aller Teammitglieder ausgeschöpft werden – die Teams sind motivierter und Innovation kann entstehen.

Trotz der sehr kurzweiligen, anekdotischen Vortragsweise von Jez, war die Informationsdichte des Talks unglaublich hoch und durch viele Daten, Fakten und anschauliche Praxisbeispiele hinterlegt – wer auch immer die Möglichkeit hat ihn einmal live zu erleben, sollte dies unbedingt tun!

 

Visualisierung der Keynote “Growing a Culture of Experimentation”

Der Dienstagabend hielt ein weiteres jährlich wiederkehrendes OOP Highlight bereit, den „Ultimativen IT-Stammtisch“ – eine herrlich abstrus-kurzweilige Talkrunde in der die wichtigsten und lustigsten IT Schlagzeilen des letzten Jahres zusammengestellt, diskutiert und süffisant kommentiert wurden. Zur Freude aller Teilnehmer in echter Stammtischatmosphäre, mit Bier und Knabberzeug für alle! Die beleuchteten Themen reichten von Apples „Grundrechenarten“-Fail über Meltdown und Spectre bis hin zu einem bankrotten Bike-Sharing Startup, welches vergaß, seine Räder mit GPS Trackern auszustatten. Zudem wurde auf die Geburtstage des Hashtags und von Netflix angestoßen. Danach klang der Abend mit leckerem Essen und Getränken auf der Expo-Fläche aus.

 

Fazit: OOP, wir kommen wieder!

 

 

 

 

 

 

 

 

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