Ein Blick hinter die Kulissen eines Look-Shootings

Fließende Kleider am Strand oder knallige Looks im Grünen… der Breuninger E-Shop zeigt wöchentlich neue, inspirierende Inhalte und Looks. Doch, wo kommen diese Bilder her? Was steckt dahinter? Und wer ist dafür verantwortlich?!

Hannah und Alex wissen die Antwort – Zusammen sind sie für die Look-Shootings von Breuninger verantwortlich. 

 

Hannah und Alex, würdet ihr euch kurz vorstellen?

Hannah: Ich bin Hannah, Manager of Trend & Fashion Advice im Categoriy Merchandising und seit fünf Jahren bei Breuninger. In meinem Aufgabenbereich liegen die Themenplanung und -setzung der DOB Landing Page sowie die Planung und Organisation des Bildmaterials für Newsletter. Ich bin für die Lookauswahl der DOB und HAKA zuständig. Bei Fotoshootings für den E-Commerce kümmere ich mich insbesondere um die Organisation der Ware und das Styling.

Alex: Und ich bin Alex, Creative Director sowie Head of „Digital Creative“ und seit 9 Monaten ein Teil von Breuninger. Zu meinem Bereich gehören das Content Marketing, Seo und das Web Design. Als Bindeglied zwischen Online und Offline-Marketing bin ich vor allem für die Abstimmungen zu übergreifenden Konzepten zuständig. Dazu gehört alles, was visuell und inhaltlich im Digitalen und im Marketing entwickelt wird.

 

Was ist überhaupt ein Look-Shooting?

Alex: Look-Shootings sind themenspezfische Shootings, bei denen verschiedenen Looks für ein jeweiliges Trendthema geshootet werden. In dem letzten Jahr hat sich Breuninger dazu entschieden von traditionellen Studio-Shootings zu Location-Shootings zu wechseln, bei denen die Looks draußen an verschiedenen Orten geshootet werden, z.B. am Strand oder im Grünen. Die Ware kann dadurch schöner in Szene gesetzt werden, sieht wertiger aus und performt auch besser. Durch das Licht und die Location wirkt die Kleidung nahbar und authentisch.

 

 

Und wie läuft ein Look-Shooting ab?

Hannah: Für ein erfolgreiches Look-Shooting oder Location-Shooting ist vor allem die Planung sehr wichtig. Und diese beginnt bereits weit im Voraus, ungefähr ein halbes Jahr vor live-Gang der Bilder.

Zunächst erfolgt die Themenfestsetzung, d.h. welcher Trend präsentiert werden soll. Diese leite ich aus der großen Breuninger Trendpräsentation ab, die bereits ein Jahr vor dem jeweiligen Shooting stattgefunden hat. Anhand der festgesetzten Themen wähle ich dann in enger Zusammenarbeit mit dem Einkauf die Looks für die Shootings aus. Das umfasst sowohl die Kleidung selbst als auch das Styling der Kleidung. Ich bin also im Grunde genommen für alles rund um die Ware, d.h. die Kleidung zuständig. Stehen warenseitig die Themen und Looks fest, kommt als nächstes Alex ins Spiel.

Alex
: Ich bin für alles rund um das Konzept zuständig und mache mir Gedanken darum, wie die Fashion-Themen präsentiert oder transportiert werden sollen. Dazu gehören Überlegungen zu Locations und zur Inszenierung der Themen. Die letzten Shootings haben zum Beispiel in Südafrika, der Provence und Kroatien stattgefunden. Stehen Konzept und Location fest, folgt die Auswahl der Models und die Vorbereitung der Waren für das Shooting an der jeweiligen Location.

 

 

Das Look-Shooting dauert in der Regel 5-7 Tage, je nachdem wie viele Looks geschossen werden sollen. Angekommen an der Location wird diese zunächst gesichtet, das Licht gecheckt, die Tagesabläufe geplant, und dann die Kleidung vorbereitet. Wenn mehr als 5 Tage angesetzt werden, wird zudem ein ‚Wettertag‘ eingeplant. Dieser wird genutzt, um flexibel Tage tauschen zu können, die ersten Ergebnisse zu sichten und zu bewerten sowie eine erste Bildauswahl zu treffen.

Nach dem Shooting zurück in Stuttgart geschieht die Aufbereitung der Bilder und eine erste Bildauswahl. Die engere Bildauswahl erfolgt dann zuletzt noch einmal gemeinsam durch Hannah und mich. Danach gehen die Bilder in die Retusche und anschließend zu den verschiedenen Abteilungen wie Newsletter, Category Merchandising und Marketing, die das Bildmaterial entsprechend ihrer Planung und Themen nutzen und live stellen.

 

Was sind Schwierigkeiten & Herausforderungen bei so einem Shooting?

Hannah: Ganz klar das Arbeitspensum. Unsere Shootings sind immer tough geplant, sodass von früh morgens bis spät abends geshootet wird.

Alex: Dabei ist es wichtig während der ganzen Zeit ständig fokussiert zu sein, sodass alles passt und jeder Look sitzt. Es muss alles funktionieren. Gerade da wir für zwei Abteilungen shooten, den E-Commerce und das Marketing, wozu auch Mailings und das Magazin gehören. Dabei ist vor allem die Abstimmung, welche Looks wie und wann am effizientesten geshootet werden können, sehr wichtig. Die Zusammenarbeit funktioniere wie ein Uhrwerk, wenn ein Zahnrad fehlt, merkt man das schon direkt. Ist zum Beispiel das Styling nicht da, warten wir auf das Model, ist der Fotograf nicht da, können wir nicht schießen…

Hannah: Und wenn ich nicht da bin, kann es sein, dass die Kleidung für einen Look nicht richtig im Fokus steht. Natürlich kommt es dabei auch vor, dass Dinge schiefgehen – da ist Flexibilität gefragt. Immer für Überraschungen gut ist auch das Wetter.

 

Was macht ein Shooting für Breuninger besonders?

Hannah: Die herzliche Atmosphäre. Es ist kein klassisches Shooting, wo nur Motive geschossen werden.

Alex: Durch einen gesamten Mix soll Breuninger ein Bild gegeben werden, das viel zugänglicher ist und mehr transportiert als ein normales Studioshooting. Es geht darum Geschichten zu erzählen, die Experience zu zeigen sowie die Liebe zum Detail. Es sieht aufwendig aus, und das ist es auch. Daher ist die Planung und Organisation auch so wichtig.

Hannah: Schlussendlich soll eine gute Balance zwischen Geschichtenerzählen und Warenfokus erreicht werden.

 

Was macht euch am meisten Spaß an eurer Arbeit?

Alex: Wenn ich an der Location angekommen bin, fängt es an bei mir „Klick“ zu machen. Also das Dabeisein und Mitentwickeln. Wenn man nicht vor Ort ist sieht man nur die Ergebnisse, man kann aber nicht im Prozess Dinge weiterentwickeln und verfeinern und somit noch besser machen, da man davon eben nichts mitbekommt. Detailveränderungen können viel ausmachen und eine große Wirkung haben, z.B. das Model etwas sleeker statt lässig stylen.

Hannah: Ich mag vor allem das Schnelllebige, vor Ort etwas verändern zu können und etwas zu produzieren, zu erschaffen mit einem schnellen, direkten Resultat. Was mir auch sehr gefällt ist das Feedback der Lieferanten, wenn sie das Bildmaterial so gut finden, dass sie es sogar weiterverwenden wollen für Reposts oder ähnliches. Es ist besonders schön zu sehen, dass, obwohl man eine Identität mit Breuninger schafft, auch zugleich die Identität der Marken getroffen wird.

2018-08-27T17:52:24+00:00